Appenzeller Zeitung
Regionen | Donnerstag, 2. Oktober 2003

leserbriefe

Meinungen zu den eidgenössischen Wahlen

KMU für Marianne Kleiner

Als Gewerbetreibende sind wir auf gute Rahmenbedingungen angewiesen. Uns interessiert die hohe Politik nicht wirklich. Tagtäglich müssen wir uns am Markt behaupten.

Die Zukunft soll für uns KMU das richtige Umfeld bringen, das Leistung auch belohnt. Wir verlangen keine Subventionen vom Staat. Wir verlangen einzig einen schlanken Staat, der nicht überholte Strukturen mit Milliardenbeträgen am Leben erhält. In all diesen Fragen setzen wir auf ein tatkräftiges und überzeugendes Ausserrhoder Gespann in Bern: Hansruedi Merz im Stöckli und Marianne Kleiner im Nationalrat - weniger hat Appenzell Ausserrhoden nicht verdient.

Heidy Heller-Engler Georges Heller-Engler

Vorderhausstrasse, Teufen

Replik der Nationalrätin

Betrifft Leserbrief von Ernst Egger, «Erfolgreiche Tätigkeit weiterführen» in der Ausgabe vom 1. Oktober.

Herr Egger hat berichtet, dass ich in der ersten Sessionswoche im Parlament gefehlt habe und in der zweiten Woche zwar die AHV-Abstimmung verpasst, aber an der Hema-Eröffnung teilgenommen hätte.

Das stimmt, ein Nachfrage bei mir (oder den Kollegen Merz oder Freund) oder der Generalsekretärin Frau Wallimann hätte Herrn Egger darüber aufgeklärt, dass ich in der ersten Woche wegen einer Grippe zurückmusste und von Dienstagabend bis Freitag das Bett hüten musste - trotz sofortiger ärztlicher Behandlung. Für die zweite Woche hatte ich die Hema-Einladung bereits vor längerer Zeit angenommen. Wegen der kurzfristigen Änderung der Traktandenliste im Nationalrat musste ich wählen zwischen Hema oder Differenzbereinigung der AHV. Ich habe die Hema gewählt und dies nicht zuletzt deswegen, weil ich zur AHV-Revision noch am Freitag der dritten Woche in der Schlussabstimmung Stellung beziehen kann.

Dorle Vallender Nationalrätin

Unterbach, Trogen

Frau Kleiner in den Nationalrat?

Laut dem Resultat der letzten Volkszählung ist es eine Tatsache, dass die Bevölkerung in unserem Kanton abgenommen hat und zwar so, dass wir einen Volksvertreter im Nationalrat verlieren, also in der Zukunft nur noch einen Vertreter nach Bern schicken können.

Es hat mich nachdenklich gestimmt, warum in unserem landschaftlich attraktiven und sicher lebenswerten Kanton die Bevölkerung schwinden sollte, übrigens der einzige Kanton in der Schweiz mit einer rückläufigen Einwohnerzahl. Wie man ja von den Politikern immer wieder zu hören bekommt, braucht es für eine positive Entwicklung günstige Rahmenbedingungen. So weit ich zurückdenken kann, wird die Regierung in unserem Kanton von der FDP dominiert, und offensichtlich haben die es nicht geschafft, die Rahmenbedingungen attraktiv genug zu gestalten. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich nur an den Ver-lust der Kantonalbank denke, hat jener Verlust massiv zur Verschlechterung der Rahmenbedingungen in unserem Kanton geführt. Jetzt will uns gerade diese FDP in ihrer Wahlpropaganda glaubhaft machen, nur sie könne mit ihrer Kandidatin unsere Bevölkerung im Nationalrat gebührend vertreten. Da setze ich ganz grosse Fragezeichen. Auf der andern Seite ist unser bisheriger Volksvertreter, Nationalrat Köbi Freund von der SVP, der in Bern sehr gute Arbeit geleistet hat und immer wieder beweist, dass er es versteht, die Anliegen der Appenzeller Bevölkerung in ihrem Sinne zu vertreten. Deshalb legen wir mit Überzeugung seinen Namen in die Urne.

Hans J. und Ruth Kern

Hinterbissaustrasse, Heiden

Eine wichtige Wahl

Man kann Politiker und Politikerinnen aus verschiedenen Gründen wählen, aus Sympathie, aus parteipolitischen Überlegungen, aus Überzeugung einer Persönlichkeit, aufgrund eines erbrachten Leistungsausweises, etc. Die einen Gründe sind eher subjektiv, ideologisch oder durch eigene Interessen geprägt, andere richten sich eher nach der Kompetenz des Kandidaten und dessen Sicht auf die Gesellschaft als Ganzes. Wesentlich aber scheint mir, dass ein Politiker Wirkung erzielt, indem er Ziele umsetzen kann.

Marianne KIeiner hat dies in unserem Kanton in einer nicht einfachen Zeit mehrfach bewiesen. Sie hat dabei vielleicht auch unpopuläre Schritte unternommen, resp. unternehmen müssen, um die notwendigen Ziele zu erreichen, die letztlich dem Allgemeinwohl der Bevölkerung zugekommen sind. Gerade in der jetzigen Zeit, wo schwierige, rationale Entscheidungen anstehen ist eine optimale Vertretung unseres Kantons so wichtig. Ich bin überzeugt, dass Marianne Kleiner die beste Wahl ist, wenn es darum geht, in Bern etwas zu bewirken.

Vinzenz Müller

Herisau

Sachliche Erwägungen tun not

Wacker wird die Werbetrommel geschlagen, sodass sie jetzt schon Risse hat. Die Gefahr ist da, dass sich das Wahlkarussel mit emotionalen Winden dreht. Das Reale droht in den Hintergrund zu kommen. Überdimensional wird gepaukt und versucht von den Bedürfnissen der Bürger abzulenken. Ausserrhoden hat nur noch ein Mandat, das verschärft die Situation. Die FDP hat mit Hans-Rudolf Merz eine sehr gute Vertretung im Ständerat. Sie will nun auch noch den Sitz im Nationalrat. Da kann die Werbung für Marianne Kleiner nicht gross genug sein. Jakob Freund hat zwei Legislaturperioden als Nationalrat gearbeitet, er stellt sich noch für eine weitere Periode zur Verfügung. Hat man das Wirken etwas verfolgt, muss festgestellt werden, dass beide Vertreter, Merz und Freund gute Arbeit geleistet haben und dass es an gegenseitigen Absprachen nicht fehlte. Die Wiederwahl von Merz ist völlig unbestritten. Im Interesse des Appenzellerlandes und der Schweiz muss auch die Wiederwahl von Freund unbestritten sein. Er hat sich in wichtigen Gebieten wie Geschäftsprüfungskommission, Sicherheitspolitische Kommission, bäuerlichen Parlamentariergruppen, Sicherheitspolitische Kommission der SVP Schweiz, Landwirtschaftskommission der SVP Schweiz und in vielen weiteren sorgfältig eingearbeitet und dabei gut gewirkt.

Er geniesst insbesondere in landwirtschaftlichen Kreisen sehr hohes Ansehen. Auf seine Stimme wird gehört. Freund hat auch verschiedene Vorstösse gemacht, wo es im Interesse der schweizerischen Demokratie lag. Die gemachten Erfahrungen und die geknüpften Verbindungen werden ihm in einer neuen Amtszeit sehr zugute kommen. Diese wenigen und sicher nicht vollständigen sachlichen Überlegungen sprechen eindeutig für die Wiederwahl von Jakob Freund.

Johs Enz

Eggli, Teufen

Marianne Kleiner oder Ivo Müller?

Sicher nicht Jakob Freund. In der «Appenzeller Zeitung» vom 30. September, Rubrik Ostschweiz, sind 207 Parlamentarier beurteilt worden. Herzliche Gratulation an Hans-Rudolf Merz, der sich auf Platz 5 befindet. Zu denken gibt mir die Position 195 von Jakob Freund, der zwar an den Sitzungen in Bern nie gefehlt hat, aber sich scheinbar um nicht viel kümmerte, was ihm die tiefe Durchschnittsbenotung von 2,83 eintrug. (Hans-Rudolf Merz 7,38) Ich bin überzeugt, dass Frau Marianne Kleiner oder Herr Ivo Müller sich bessere Noten erarbeiten werden. 

Erwin Ott

Freihofstrasse, Heiden

Drei sympathische Kandidaturen

Mir sind alle drei persönlich sehr sympathisch und ich mag sie gut. Wenn man einfach gefühlsmässig wählen würde, könnte ich allen meine Stimme geben. Wir haben aber leider nur einen einzigen Nationalratssitz zu besetzen, und damit muss ich meinen Kopf und nicht mein Gefühl einsetzen und überlegen, wer in Bern den grössten Einfluss haben wird und über das beste politische Rüstzeug verfügt. Die beiden eidgenössischen Parlamente werden in den kommenden Jahren sehr schwierige Entscheide zu treffen haben, und ich bin überzeugt, dass Marianne Kleiner die besten Voraussetzungen für die Gratwanderung zwischen sozialpolitischen und wirtschaftlichen Problemen hat.

Markus Auer

Witenschwendi, Herisau

Richtigstellung

Beim gestern publizierten Brief von Annemarie und Robert Diem schlich sich ein Fehler ein. Die korrekte Adresse lautet: Annemarie und Robert Diem, Breitenebnet, Trogen. (apz)

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