leserbriefe
Meinungen zu den eidgenössischen Wahlen
KMU für Marianne Kleiner
Als Gewerbetreibende sind wir auf gute
Rahmenbedingungen angewiesen. Uns interessiert die hohe Politik nicht
wirklich. Tagtäglich müssen wir uns am Markt behaupten.
Die Zukunft soll für uns KMU das richtige
Umfeld bringen, das Leistung auch belohnt. Wir verlangen keine
Subventionen vom Staat. Wir verlangen einzig einen schlanken Staat, der
nicht überholte Strukturen mit Milliardenbeträgen am Leben erhält. In all
diesen Fragen setzen wir auf ein tatkräftiges und überzeugendes
Ausserrhoder Gespann in Bern: Hansruedi Merz im Stöckli und Marianne
Kleiner im Nationalrat - weniger hat Appenzell Ausserrhoden nicht
verdient.
Heidy Heller-Engler Georges Heller-Engler
Vorderhausstrasse, Teufen
Replik der Nationalrätin
Betrifft Leserbrief von Ernst Egger,
«Erfolgreiche Tätigkeit weiterführen» in der Ausgabe vom 1. Oktober.
Herr Egger hat berichtet, dass ich in der
ersten Sessionswoche im Parlament gefehlt habe und in der zweiten Woche
zwar die AHV-Abstimmung verpasst, aber an der Hema-Eröffnung teilgenommen
hätte.
Das stimmt, ein Nachfrage bei mir (oder den
Kollegen Merz oder Freund) oder der Generalsekretärin Frau Wallimann hätte
Herrn Egger darüber aufgeklärt, dass ich in der ersten Woche wegen einer
Grippe zurückmusste und von Dienstagabend bis Freitag das Bett hüten
musste - trotz sofortiger ärztlicher Behandlung. Für die zweite Woche
hatte ich die Hema-Einladung bereits vor längerer Zeit angenommen. Wegen
der kurzfristigen Änderung der Traktandenliste im Nationalrat musste ich
wählen zwischen Hema oder Differenzbereinigung der AHV. Ich habe die Hema
gewählt und dies nicht zuletzt deswegen, weil ich zur AHV-Revision noch am
Freitag der dritten Woche in der Schlussabstimmung Stellung beziehen kann.
Dorle Vallender Nationalrätin
Unterbach, Trogen
Frau Kleiner in den Nationalrat?
Laut dem Resultat der letzten Volkszählung
ist es eine Tatsache, dass die Bevölkerung in unserem Kanton abgenommen
hat und zwar so, dass wir einen Volksvertreter im Nationalrat verlieren,
also in der Zukunft nur noch einen Vertreter nach Bern schicken können.
Es hat mich nachdenklich gestimmt, warum in
unserem landschaftlich attraktiven und sicher lebenswerten Kanton die
Bevölkerung schwinden sollte, übrigens der einzige Kanton in der Schweiz
mit einer rückläufigen Einwohnerzahl. Wie man ja von den Politikern immer
wieder zu hören bekommt, braucht es für eine positive Entwicklung günstige
Rahmenbedingungen. So weit ich zurückdenken kann, wird die Regierung in
unserem Kanton von der FDP dominiert, und offensichtlich haben die es
nicht geschafft, die Rahmenbedingungen attraktiv genug zu gestalten. Das
Gegenteil ist der Fall. Wenn ich nur an den Ver-lust der Kantonalbank
denke, hat jener Verlust massiv zur Verschlechterung der Rahmenbedingungen
in unserem Kanton geführt. Jetzt will uns gerade diese FDP in ihrer
Wahlpropaganda glaubhaft machen, nur sie könne mit ihrer Kandidatin unsere
Bevölkerung im Nationalrat gebührend vertreten. Da setze ich ganz grosse
Fragezeichen. Auf der andern Seite ist unser bisheriger Volksvertreter,
Nationalrat Köbi Freund von der SVP, der in Bern sehr gute Arbeit
geleistet hat und immer wieder beweist, dass er es versteht, die Anliegen
der Appenzeller Bevölkerung in ihrem Sinne zu vertreten. Deshalb legen wir
mit Überzeugung seinen Namen in die Urne.
Hans J. und Ruth Kern
Hinterbissaustrasse, Heiden
Eine wichtige Wahl
Man kann Politiker und Politikerinnen aus
verschiedenen Gründen wählen, aus Sympathie, aus parteipolitischen
Überlegungen, aus Überzeugung einer Persönlichkeit, aufgrund eines
erbrachten Leistungsausweises, etc. Die einen Gründe sind eher subjektiv,
ideologisch oder durch eigene Interessen geprägt, andere richten sich eher
nach der Kompetenz des Kandidaten und dessen Sicht auf die Gesellschaft
als Ganzes. Wesentlich aber scheint mir, dass ein Politiker Wirkung
erzielt, indem er Ziele umsetzen kann.
Marianne KIeiner hat dies in unserem Kanton
in einer nicht einfachen Zeit mehrfach bewiesen. Sie hat dabei vielleicht
auch unpopuläre Schritte unternommen, resp. unternehmen müssen, um die
notwendigen Ziele zu erreichen, die letztlich dem Allgemeinwohl der
Bevölkerung zugekommen sind. Gerade in der jetzigen Zeit, wo schwierige,
rationale Entscheidungen anstehen ist eine optimale Vertretung unseres
Kantons so wichtig. Ich bin überzeugt, dass Marianne Kleiner die beste
Wahl ist, wenn es darum geht, in Bern etwas zu bewirken.
Vinzenz Müller
Herisau
Sachliche Erwägungen tun not
Wacker wird die Werbetrommel geschlagen,
sodass sie jetzt schon Risse hat. Die Gefahr ist da, dass sich das
Wahlkarussel mit emotionalen Winden dreht. Das Reale droht in den
Hintergrund zu kommen. Überdimensional wird gepaukt und versucht von den
Bedürfnissen der Bürger abzulenken. Ausserrhoden hat nur noch ein Mandat,
das verschärft die Situation. Die FDP hat mit Hans-Rudolf Merz eine sehr
gute Vertretung im Ständerat. Sie will nun auch noch den Sitz im
Nationalrat. Da kann die Werbung für Marianne Kleiner nicht gross genug
sein. Jakob Freund hat zwei Legislaturperioden als Nationalrat gearbeitet,
er stellt sich noch für eine weitere Periode zur Verfügung. Hat man das
Wirken etwas verfolgt, muss festgestellt werden, dass beide Vertreter,
Merz und Freund gute Arbeit geleistet haben und dass es an gegenseitigen
Absprachen nicht fehlte. Die Wiederwahl von Merz ist völlig unbestritten.
Im Interesse des Appenzellerlandes und der Schweiz muss auch die
Wiederwahl von Freund unbestritten sein. Er hat sich in wichtigen Gebieten
wie Geschäftsprüfungskommission, Sicherheitspolitische Kommission,
bäuerlichen Parlamentariergruppen, Sicherheitspolitische Kommission der
SVP Schweiz, Landwirtschaftskommission der SVP Schweiz und in vielen
weiteren sorgfältig eingearbeitet und dabei gut gewirkt.
Er geniesst insbesondere in
landwirtschaftlichen Kreisen sehr hohes Ansehen. Auf seine Stimme wird
gehört. Freund hat auch verschiedene Vorstösse gemacht, wo es im Interesse
der schweizerischen Demokratie lag. Die gemachten Erfahrungen und die
geknüpften Verbindungen werden ihm in einer neuen Amtszeit sehr zugute
kommen. Diese wenigen und sicher nicht vollständigen sachlichen
Überlegungen sprechen eindeutig für die Wiederwahl von Jakob Freund.
Johs Enz
Eggli, Teufen
Marianne Kleiner oder Ivo
Müller?
Sicher nicht Jakob Freund. In der
«Appenzeller Zeitung» vom 30. September, Rubrik Ostschweiz, sind 207
Parlamentarier beurteilt worden. Herzliche Gratulation an Hans-Rudolf
Merz, der sich auf Platz 5 befindet. Zu denken gibt mir die Position 195
von Jakob Freund, der zwar an den Sitzungen in Bern nie gefehlt hat, aber
sich scheinbar um nicht viel kümmerte, was ihm die tiefe
Durchschnittsbenotung von 2,83 eintrug. (Hans-Rudolf Merz 7,38) Ich bin
überzeugt, dass Frau Marianne Kleiner oder Herr Ivo
Müller sich bessere Noten erarbeiten werden.
Erwin Ott
Freihofstrasse, Heiden
Drei sympathische Kandidaturen
Mir sind alle drei persönlich sehr
sympathisch und ich mag sie gut. Wenn man einfach gefühlsmässig wählen
würde, könnte ich allen meine Stimme geben. Wir haben aber leider nur
einen einzigen Nationalratssitz zu besetzen, und damit muss ich meinen
Kopf und nicht mein Gefühl einsetzen und überlegen, wer in Bern den
grössten Einfluss haben wird und über das beste politische Rüstzeug
verfügt. Die beiden eidgenössischen Parlamente werden in den kommenden
Jahren sehr schwierige Entscheide zu treffen haben, und ich bin überzeugt,
dass Marianne Kleiner die besten Voraussetzungen für die Gratwanderung
zwischen sozialpolitischen und wirtschaftlichen Problemen hat.
Markus Auer
Witenschwendi, Herisau
Richtigstellung
Beim gestern publizierten Brief von Annemarie
und Robert Diem schlich sich ein Fehler ein. Die korrekte Adresse lautet:
Annemarie und Robert Diem, Breitenebnet, Trogen. (apz)