Appenzeller Zeitung
Regionen | Mittwoch, 17. September 2003

Ivo Müller auf Besuch bei «Jugend und Politik»

Trogen. Der Verein JuP (Jugend und Politik) lanciert aus Anlass zur Nationalratswahl je eine Gesprächsrunde mit den drei Ausserrhoder Nationalratskandidaten. Vor wenigen Tagen fand die Serie in Trogen mit Ivo Müller ihre Fortsetzung.

Der SP-Nationalratskandidat setzte sich als Ziel, an diesem Abend den gut 25 jugendlichen Zuhörern zu beweisen, dass auch sie in Zukunft noch ihre AHV erhalten werden. Er argumentierte mit den geburtenstarken Jahrgängen der Nachkriegsjahre, die demnächst die AHV überdurchschnittlich stark beanspruchen werden. In dieser Zeit müsse die Schweiz eine finanzielle Durststrecke überwinden. Nach etwa 2040 werde die Zahl der AHV-Bezüger wieder abnehmen. Somit werden sich die momentan hohen Kosten langfristig wieder auf einem tieferen Niveau einpendeln. Zur Finanzierung schlägt Ivo Müller vor, eine Abwälzung der Mehrausgaben unter anderem durch eine leichte Erhöhung der Mehrwertsteuer, der Tabaksteuer oder der Mineralölpreise vorzunehmen. Anschliessend wurde über die Verkehrspolitik der Schweiz debattiert. Das Publikum machte auf die schlechten Verbindungen des öffentlichen Verkehrs in den Kantonen Appenzells aufmerksam. Allgemein wurde jedoch eine spürbar positive Entwicklung durch den Tarifverbund Ostwind festgestellt. (pd)

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